Stromkosten Elektroauto
Was kostet einmal Laden? Berechne die Stromkosten deines E-Autos — zu Hause an der Wallbox, über die Haushaltssteckdose oder an der öffentlichen Ladesäule.
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Was kostet einmal Laden zu Hause?
Die Ladekosten eines Elektroautos hängen von drei Faktoren ab: Batteriekapazität, Strompreis und Ladeverlust. Die typischen Kosten für eine Vollladung zu Hause:
- Kleinwagen (40 kWh Akku): ca. 14–16 Euro für eine Vollladung (Reichweite ca. 250–300 km)
- Mittelklasse (60 kWh Akku): ca. 22–25 Euro (Reichweite ca. 350–450 km)
- Oberklasse (80–100 kWh Akku): ca. 30–40 Euro (Reichweite ca. 450–600 km)
Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 18–22 kWh pro 100 km und einem Strompreis von 36 ct/kWh kostet eine Fahrt von 100 km mit dem Elektroauto 6,50 bis 8,00 Euro — deutlich weniger als ein vergleichbarer Verbrenner (ca. 10–14 Euro pro 100 km bei aktuellen Benzinpreisen).
Wichtig: Zum reinen Energieverbrauch kommen Ladeverluste von 10–15 % hinzu. Die Wallbox oder das Ladegerät wandelt nicht 100 % des Stroms in Batterieenergie um. Diese Verluste sind in den obigen Werten berücksichtigt.
Wallbox vs. Schuko vs. öffentliche Ladesäule
Die Ladeart bestimmt nicht nur die Ladegeschwindigkeit, sondern auch die Kosten. Hier der Vergleich für eine Ladung von 50 kWh (typische Mittelklasse):
| Ladeart | Leistung | Ladedauer | Kosten / Ladung | Kosten / 100 km |
|---|---|---|---|---|
| Haushaltssteckdose (Schuko) | 2,3 kW | ca. 22 Stunden | ca. 20 Euro | ca. 7,20 Euro |
| Wallbox (11 kW) | 11 kW | ca. 5 Stunden | ca. 20 Euro | ca. 7,20 Euro |
| Wallbox (22 kW) | 22 kW | ca. 2,5 Stunden | ca. 20 Euro | ca. 7,20 Euro |
| AC-Ladesäule (öffentlich) | 22 kW | ca. 2,5 Stunden | ca. 25–30 Euro | ca. 9–11 Euro |
| DC-Schnelllader (HPC) | 50–350 kW | 20–45 Minuten | ca. 30–45 Euro | ca. 11–16 Euro |
Die Kosten pro kWh sind zu Hause am günstigsten (36 ct/kWh Hausstrom) und an DC-Schnellladern am teuersten (49–89 ct/kWh je nach Anbieter). Die Wallbox ist gegenueber der Schuko-Steckdose nicht günstiger im Strompreis, aber deutlich schneller und sicherer.
Nachtstrom und PV-Überschuss: Günstig laden
Wer clever lädt, kann die Kosten pro Kilometer deutlich senken:
- Nachtstromtarif (HT/NT): Einige Energieversorger bieten spezielle E-Auto-Tarife mit günstigerem Nachtstrom (22–30 ct/kWh statt 36 ct). Die Wallbox wird per Timer so programmiert, dass sie nur im Niedertarif-Zeitfenster (z. B. 22–6 Uhr) lädt. Ersparnis: 15–40 % gegenüber dem Normaltarif.
- Dynamischer Stromtarif: Mit Anbietern wie Tibber oder aWATTar und einer smarten Wallbox wird automatisch dann geladen, wenn der Börsenstrompreis am niedrigsten ist. In Kombination mit viel Windstrom können Preise unter 20 ct/kWh erreicht werden.
- PV-Überschussladen: Wer eine Photovoltaik-Anlage besitzt, kann das Elektroauto mit eigenem Solarstrom laden. Die Gestehungskosten liegen bei 8–12 ct/kWh — eine Vollladung kostet dann nur 4–7 Euro. Smarte Wallboxen (z. B. go-eCharger, openWB) regeln die Ladeleistung automatisch nach PV-Überschuss.
Kombination PV + Nachtstrom: Tagsüber mit Solarstrom laden, nachts den Rest mit günstigem Nachtstrom auffüllen. So lassen sich die Ladekosten auf unter 5 ct/km drücken.
Elektroauto vs. Verbrenner: Kosten pro Kilometer
Der Kostenvergleich auf 100 km Fahrstrecke (Stand 2026):
| Antrieb | Verbrauch | Preis / Einheit | Kosten / 100 km |
|---|---|---|---|
| E-Auto (Hausstrom) | 20 kWh/100 km | 0,36 Euro/kWh | 7,20 Euro |
| E-Auto (PV-Strom) | 20 kWh/100 km | 0,10 Euro/kWh | 2,00 Euro |
| E-Auto (Schnelllader) | 20 kWh/100 km | 0,65 Euro/kWh | 13,00 Euro |
| Benziner | 7,0 l/100 km | 1,75 Euro/l | 12,25 Euro |
| Diesel | 5,5 l/100 km | 1,65 Euro/l | 9,08 Euro |
Wer zu Hause lädt, fährt mit dem E-Auto 40–45 % günstiger als mit einem Benziner. Mit PV-Strom sogar 80 % günstiger. Am Schnelllader schrumpft der Vorteil deutlich — hier liegt das E-Auto preislich auf dem Niveau eines Diesels.
6 Spartipps für Elektroauto-Besitzer
- Zu Hause laden statt an der Säule: Hausstrom ist mit 36 ct/kWh fast immer günstiger als öffentliches Laden (49–89 ct/kWh). Installiere eine Wallbox — die Investition (600–2.000 Euro inkl. Einbau) amortisiert sich in 1–3 Jahren.
- E-Auto-Stromtarif nutzen: Spezielle E-Auto-Tarife bieten günstigeren Strom (28–32 ct/kWh) über einen separaten Zähler für die Wallbox. Ersparnis: 500–800 Euro pro Jahr bei 15.000 km Fahrleistung.
- Timer-Ladung auf Nachtstunden: Auch ohne speziellen Nachtstromtarif kann der Timer helfen: Dynamische Tarife (Tibber, aWATTar) sind nachts und am Wochenende oft 30–50 % günstiger.
- PV-Überschuss nutzen: Mit eigener Solaranlage und smarter Wallbox sinken die Ladekosten auf 8–12 ct/kWh. Bei 15.000 km/Jahr spart das gegenüber Hausstrom rund 600–800 Euro.
- Vorheizen über die Steckdose: Im Winter das Auto vor der Abfahrt über die Wallbox vorheizen statt über die Batterie. Das spart 10–20 % Reichweite im Winter, weil die Batterie nicht für die Heizung belastet wird.
- Schnellladen vermeiden: DC-Schnellladen ist nicht nur teurer, sondern belastet langfristig auch die Batterie. Wer überwiegend zu Hause an der Wallbox lädt, spart Geld und erhält die Batterielebensdauer.
Häufige Fragen: Stromkosten Elektroauto
Was kostet einmal Laden an der Wallbox?
Bei einem Strompreis von 36 ct/kWh und einem 60-kWh-Akku kostet eine Vollladung an der Wallbox rund 22–25 Euro (inkl. Ladeverluste). Bei einem Kleinwagen mit 40-kWh-Akku sind es ca. 15–17 Euro. Die Kosten pro 100 km liegen bei 6,50–8,00 Euro.
Kann ich das E-Auto an der Haushaltssteckdose laden?
Technisch ja, aber mit Einschränkungen. Die Schuko-Steckdose liefert maximal 2,3 kW — eine Vollladung dauert so 15–22 Stunden. Außerdem ist die Haushaltssteckdose nicht für Dauerlast ausgelegt: Es besteht Brand- und Überhitzungsgefahr. Eine Wallbox ist deutlich sicherer und schneller. Die Schuko-Ladung sollte nur als Notlösung dienen.
Wie viel spart PV-Strom beim Elektroauto?
Mit eigener PV-Anlage sinken die Ladekosten auf 8–12 ct/kWh statt 36 ct/kWh Hausstrom. Bei 15.000 km Fahrleistung und 20 kWh/100 km verbrauchst du 3.000 kWh/Jahr. Ersparnis: 720–840 Euro pro Jahr gegenüber Netzstrom. Voraussetzung: Die PV-Anlage produziert genügend Überschuss während der Ladezeiten.
Lohnt sich eine Wallbox?
Ja. Eine 11-kW-Wallbox kostet inkl. Installation 600–2.000 Euro. Der direkte Stromkostenvorteil gegenüber öffentlichem Laden liegt bei 400–800 Euro pro Jahr (je nach Fahrleistung). Damit amortisiert sich die Wallbox in 1–3 Jahren. Zusätzlich gewinnt man Komfort (Laden über Nacht) und Sicherheit gegenüber der Schuko-Steckdose.
Wie teuer ist öffentliches Laden?
Die Kosten variieren stark nach Anbieter und Säulentyp. AC-Ladesäulen (22 kW) kosten 39–59 ct/kWh, DC-Schnelllader (50–350 kW) kosten 49–89 ct/kWh. Hinzu kommen bei manchen Anbietern Zeitgebühren oder Startgebühren. Mit Lade-Abos (z. B. ADAC e-Charge, EnBW mobility+) lassen sich 10–20 % sparen.