Stundenlohn Krankenschwester
Durchschnittlich ~22 €/h brutto in Deutschland. Berechne deinen tatsächlichen Stundenlohn als Krankenschwester oder Krankenpfleger — mit Nachtdienst, Wochenendzuschlag und TVöD-P.
Dein Stundenlohn
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Was verdient eine Krankenschwester pro Stunde?
Gesundheits- und Krankenpflegerinnen — umgangssprachlich Krankenschwestern — verdienen in Deutschland im Durchschnitt zwischen 3.200 und 4.100 € brutto pro Monat. Das entspricht einem Brutto-Stundenlohn von etwa 20 bis 26 €, abhängig von Bundesland, Berufserfahrung und Klinikträger. Der Median liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei rund 3.600 € monatlich.
Im regionalen Vergleich liegen die Gehälter in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern am oberen Rand, während in den ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern bis zu 12 % weniger gezahlt wird. Universitätskliniken zahlen tendenziell mehr als kommunale Krankenhäuser.
Die Gehaltsentwicklung nach Berufserfahrung im TVöD-P:
- Berufseinsteiger (0–2 Jahre): ca. 3.100–3.300 € brutto (TVöD P7, Stufe 2)
- Mit 5 Jahren Erfahrung: ca. 3.500–3.800 € brutto (TVöD P7, Stufe 4)
- Mit 10+ Jahren Erfahrung: ca. 3.800–4.100 € brutto (TVöD P7, Stufe 5–6)
- Fachkrankenschwester / Stationsleitung: ca. 4.200–4.800 € brutto (TVöD P8–P9)
Quelle: Durchschnittswerte laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2025/2026.
Tarifvertrag TVöD-P: Eingruppierung Krankenschwester
Die Mehrheit der Krankenschwestern im öffentlichen Dienst wird nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst — Pflege (TVöD-P) bezahlt. Examinierte Pflegefachkräfte starten in der Regel in der Entgeltgruppe P7. Mit Fachweiterbildung (z. B. Intensivpflege, Anästhesie, OP-Pflege) erfolgt die Eingruppierung in P8 oder höher.
Die Stufensteigerung im TVöD-P erfolgt automatisch nach Berufsjahren: Stufe 2 nach einem Jahr, Stufe 3 nach drei Jahren, Stufe 4 nach sechs Jahren, Stufe 5 nach zehn Jahren und Stufe 6 nach fünfzehn Jahren. Jede Stufe bringt eine Gehaltserhöhung von 100 bis 200 € pro Monat.
Private Klinikketten wie Helios, Asklepios oder Sana haben eigene Haustarifverträge, die sich am TVöD orientieren, aber je nach Konzern variieren. Kirchliche Träger nutzen die AVR Caritas bzw. AVR Diakonie.
Zuschläge im Krankenhaus: Nachtdienst und Wochenende
Im Krankenhausbetrieb gehören Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste zum Alltag. Der TVöD-P regelt folgende Zuschläge:
- Nachtarbeit (20–6 Uhr): 20–25 % auf den Stundenlohn, steuerfrei bis 25 % (§ 3b EStG)
- Sonntagsarbeit: 25 % Zuschlag, steuerfrei bis 50 % des Grundlohns
- Feiertagsarbeit: 35 % Zuschlag (Weihnachten/1. Mai bis 150 % steuerfrei)
- Samstagsarbeit (13–21 Uhr): 0,64 €/Stunde
- Wechselschichtzulage: ca. 105 €/Monat bei ständiger Wechselschicht
- Pflegezulage: ca. 46 €/Monat (TVöD-P)
Eine Krankenschwester mit regelmäßigem Nacht- und Wochenenddienst kann durch Zuschläge das Jahresbrutto um 3.000 bis 6.000 € erhöhen. Trage deine Schichtzulagen unter „Erweiterte Optionen“ ein, um den Effekt auf deinen Stundenlohn zu sehen.
Karriereperspektiven und Gehaltsentwicklung
Der Pflegeberuf bietet zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten mit spürbarem Gehaltssprung:
- Fachweiterbildung Intensivpflege/Anästhesie: Eingruppierung P8–P9, ca. 3.800–4.500 € brutto
- Praxisanleitung: Zulage von ca. 70 €/Monat zusätzlich
- Stationsleitung: P9–P11, ca. 4.200–5.000 € brutto
- Pflegedienstleitung (PDL): außertariflich, ab 4.500 € aufwärts
- Studium Pflegewissenschaft/Management: eröffnet Positionen in Klinikleitung und Beratung
Besonders gefragt sind aktuell Fachkräfte in der Intensivpflege und OP-Pflege. Hier zahlen viele Kliniken übertarifliche Zulagen von 200 bis 400 € pro Monat, um offene Stellen zu besetzen.
Häufige Fragen
Wie viel verdient eine Krankenschwester pro Stunde?
Eine examinierte Krankenschwester verdient im Durchschnitt 20 bis 26 € brutto pro Stunde, je nach Bundesland, Träger und Berufserfahrung. Im TVöD-P liegt der mittlere Stundenlohn bei rund 22 € brutto. Netto bleiben bei Steuerklasse I etwa 13 bis 15 € pro Stunde.
Was ist der Unterschied zwischen Krankenschwester und Pflegefachkraft?
Seit 2020 gibt es die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann, die Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege vereint. Die Berufsbezeichnung „Krankenschwester“ ist veraltet, wird aber umgangssprachlich weiterhin verwendet. Gehaltlich besteht kein Unterschied — die Eingruppierung im TVöD-P richtet sich nach der Tätigkeit, nicht nach der Berufsbezeichnung.
Welcher Tarifvertrag gilt für Krankenschwestern?
Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD-P (Pflege). Kirchliche Träger nutzen die AVR Caritas bzw. AVR Diakonie. Private Klinikketten (Helios, Asklepios, Sana) haben Haustarifverträge. Die Gehälter liegen bei allen Tarifwerken in einem ähnlichen Korridor, mit Unterschieden bei Zulagen und Sonderzahlungen.
Sind Nachtdienstzuschläge steuerfrei?
Ja, Nachtarbeitszuschläge für Arbeit zwischen 20 und 6 Uhr sind steuerfrei, sofern sie 25 % des Grundlohns nicht überschreiten (§ 3b EStG). Für Arbeit zwischen 0 und 4 Uhr gilt ein Freibetrag von 40 %. Sozialversicherungsbeiträge fallen auf die Zuschläge jedoch an, sofern der Grundlohn über 25 €/h liegt.
Verdient man als Zeitarbeitskraft in der Pflege mehr?
Zeitarbeitskräfte in der Krankenpflege verdienen oft 22–30 € brutto pro Stunde — deutlich mehr als festangestellte Kollegen. Dafür entfallen Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge und Stufensteigerungen. Zudem hat der Gesetzgeber 2024 die Leiharbeit in der Pflege stärker reguliert.
Wie wirkt sich der Pflegebonus auf den Stundenlohn aus?
Pflege-Boni (z. B. Corona-Pflegebonus, Krankenhauszuschuss) sind Einmalzahlungen und erhöhen den Jahresbrutto, nicht den monatlichen Grundlohn. Trage Einmalzahlungen im Rechner unter „Erweiterte Optionen → Bonus / Jahr“ ein, um den Effekt auf deinen tatsächlichen Stundenlohn zu sehen.