Stundenlohn Reinigungskraft
Durchschnittlich ~14 €/h brutto in Deutschland. Berechne deinen tatsächlichen Stundenlohn als Reinigungskraft — mit Gebäudereiniger-Tarif, Teilzeitoptionen und Zulagen.
Dein Stundenlohn
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Vergleiche z. B. Teilzeit vs. Vollzeit, oder Unterhaltsreinigung vs. Sonderreinigung.
So haben wir gerechnet
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Was verdient eine Reinigungskraft pro Stunde?
Reinigungskräfte in Deutschland verdienen im Durchschnitt zwischen 1.800 und 2.500 € brutto pro Monat bei Vollzeit. Da die Mehrheit der Reinigungskräfte jedoch in Teilzeit arbeitet (oft 20–30 Stunden pro Woche), liegt das tatsächliche Monatseinkommen häufig bei 1.200–1.800 € brutto. Der Brutto-Stundenlohn beträgt etwa 13 bis 16 €.
Die Reinigungsbranche ist nach dem Einzelhandel der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands mit über 700.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Hinzu kommen geschätzt 1–2 Millionen geringfügig Beschäftigte (Minijob).
Regionale Gehaltsunterschiede sind moderat, da der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn bundesweit einheitlich gilt. Dennoch liegen die Löhne in Ballungsräumen wie München, Frankfurt und Hamburg 5–10 % über dem Durchschnitt.
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und Rahmentarifvertrag Gebäudereinigung, Stand 2025/2026.
Gebäudereiniger-Tarif: IG BAU Lohngruppen
Die Gebäudereinigung hat einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag, ausgehandelt zwischen dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks und der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Die Tariflöhne seit 2025:
- Lohngruppe 1 (Innen- und Unterhaltsreinigung): 14,25 €/h (bundesweit einheitlich)
- Lohngruppe 6 (Glas- und Fassadenreinigung): 17,65 €/h
- Lohngruppe 7 (Vorarbeiter): ca. 18,00–19,00 €/h
- Lohngruppe 8–9 (Objektleiter): ca. 19,00–22,00 €/h
Der Branchenmindestlohn für Reinigungskräfte liegt mit 14,25 €/h über dem gesetzlichen Mindestlohn von 12,82 €/h. Da er allgemeinverbindlich ist, gilt er für alle Reinigungsbetriebe — auch nicht-tarifgebundene.
Teilzeit, Minijob und Schwarzarbeit
Die Reinigungsbranche hat einige Besonderheiten, die den effektiven Stundenlohn beeinflussen:
- Teilzeit dominiert: Über 60 % der Reinigungskräfte arbeiten in Teilzeit. Typisch sind 20–30 Stunden pro Woche, verteilt auf Frühdienst (6–9 Uhr) und Spätdienst (17–20 Uhr).
- Minijob (556 €-Grenze): Viele Reinigungskräfte arbeiten auf Minijob-Basis. Bei 14,25 €/h sind das maximal ca. 39 Stunden pro Monat. Der Vorteil: keine Sozialabgaben für den Arbeitnehmer (außer optionale Rentenversicherung).
- Schwarzarbeit: Die Reinigungsbranche hat eine der höchsten Schwarzarbeitsquoten Deutschlands. Privathaushalte zahlen oft 12–15 €/h bar — steuerfrei, aber ohne Versicherungsschutz und rentenmindernd.
Wer als Reinigungskraft sozialversicherungspflichtig arbeitet, hat bei gleichem Stundenlohn langfristig deutliche Vorteile: Rentenanspruch, Krankengeld, Arbeitslosenversicherung und Unfallversicherung des Arbeitgebers.
Zulagen und Sonderreinigung
Neben dem Grundlohn gibt es in der Gebäudereinigung verschiedene Zuschläge:
- Nachtzuschlag (20–6 Uhr): je nach Tarifgebiet 10–25 % (steuerfrei nach § 3b EStG)
- Sonntagszuschlag: 50–100 % je nach Tarifgebiet
- Gefahrenzulage: für Reinigung mit Gefahrstoffen oder in großer Höhe
- Sonderreinigung: Glasreinigung, Industriereinigung und Krankenhaus-Desinfektion werden in höheren Lohngruppen eingestuft
Reinigungskräfte in Krankenhäusern verdienen durch den Kontakt mit Infektionsmaterial häufig Zulagen von 0,50–1,50 € pro Stunde zusätzlich.
Häufige Fragen
Wie viel verdient eine Reinigungskraft pro Stunde?
Der Branchenmindestlohn für Reinigungskräfte liegt bei 14,25 € brutto pro Stunde (allgemeinverbindlich). Mit Erfahrung und Spezialisierung sind 16–19 €/h möglich. Netto bleiben bei Steuerklasse I und Vollzeit etwa 10 bis 12 € pro Stunde.
Ist der Reinigungsmindestlohn höher als der gesetzliche Mindestlohn?
Ja. Der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn Gebäudereinigung (Lohngruppe 1) liegt aktuell bei 14,25 €/h und damit deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn von 12,82 €/h. Er gilt für alle Reinigungsunternehmen — auch nicht-tarifgebundene.
Lohnt sich ein Minijob als Reinigungskraft?
Ein Minijob (bis 556 €/Monat) ist steuerfrei und ohne Sozialabgaben für den Arbeitnehmer (mit Befreiung von der Rentenversicherungspflicht). Allerdings erwirbst du so keine Rentenansprache und hast keinen Anspruch auf Krankengeld oder Arbeitslosengeld. Für Zuverdiener (z. B. neben Rente oder Hauptjob) kann sich ein Minijob lohnen, als alleiniges Einkommen reicht er nicht.
Was verdient eine Reinigungskraft privat pro Stunde?
Auf dem privaten Markt liegen die Stundenlohne bei 13–18 € (angemeldet über Dienstleister) bzw. 12–15 € (Schwarzarbeit). In Großstädten werden 15–20 €/h über Plattformen bezahlt. Wichtig: Wer Reinigungskräfte privat ohne Anmeldung beschäftigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit — der Haushaltscheck der Minijob-Zentrale ist die legale Alternative.
Wie werde ich Gebäudereiniger-Meister?
Die Meisterprüfung im Gebäudereiniger-Handwerk setzt eine abgeschlossene Gesellenprüfung und Berufserfahrung voraus. Die Weiterbildung dauert 6–12 Monate und kostet ca. 5.000–8.000 € (förderbar durch Aufstiegs-BAföG). Als Meister erhöht sich das Gehalt auf 3.000–4.000 € brutto, mit eigenem Betrieb deutlich mehr.