Stundenlohn Verkaufer

Durchschnittlich ~15 €/h brutto in Deutschland. Berechne deinen tatsächlichen Stundenlohn als Verkauferin oder Verkaufer — mit Einzelhandels-Tarif, Spätdienst und Samstagszuschlag.

Dein monatliches Bruttogehalt
h
Tage
h
Für die Netto-Schätzung (keine Steuerberatung)

Dein Stundenlohn

Brutto-Stundenlohn
Netto-Stundenlohn (geschätzt)
Effektiver Stundenlohn
Arbeitstage / Jahr
Arbeitsstunden / Jahr
Arbeitsstunden / Monat
Feiertage im Bundesland
Jahresbrutto gesamt
Grobe Schätzung, kein Steuerberatungsersatz. Der Netto-Stundenlohn wird mit pauschalen Faktoren je Steuerklasse berechnet. Für exakte Werte wende dich an einen Steuerberater.

Szenarien vergleichen

Vergleiche z. B. Vollzeit vs. Teilzeit, oder Lebensmittelhandel vs. Modehandel.

So haben wir gerechnet

Berechnungsschritte mit deinen Werten

    Was verdient ein Verkaufer pro Stunde?

    Ausgebildete Verkauferinnen und Verkaufer im Einzelhandel verdienen in Deutschland im Durchschnitt zwischen 2.100 und 2.900 € brutto pro Monat. Das entspricht einem Brutto-Stundenlohn von etwa 13 bis 18 €. Der Median liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei rund 2.400 € monatlich.

    Regional fallen die Gehälter sehr unterschiedlich aus: In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen verdienen Verkaufer am meisten (bis 2.900 €), wahrend in Sachsen, Thuringen und Mecklenburg-Vorpommern die Gehälter 10–20 % niedriger liegen. Auch die Branche spielt eine große Rolle: Der Lebensmitteleinzelhandel (Edeka, Rewe, Aldi, Lidl) zahlt in der Regel besser als der Modehandel oder Drogerien.

    Gehaltsentwicklung nach Erfahrung und Branche:

    Quelle: Durchschnittswerte laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, HDE Branchenbericht 2025.

    Tarifvertrage im Einzelhandel

    Der Einzelhandel wird durch regionale Tarifvertrage geregelt, die zwischen dem HDE (Handelsverband Deutschland) und der Gewerkschaft ver.di ausgehandelt werden. Die Eingruppierung erfolgt nach Tatigkeit und Qualifikation:

    Wichtig: Die Tarifvertrage des Einzelhandels sind in vielen Bundesländern nicht mehr allgemeinverbindlich. Das bedeutet, nur Betriebe, die Mitglied im Arbeitgeberverband sind, müssen tariflich zahlen. Discounter wie Aldi und Lidl zahlen freiwillig über Tarif, wahrend kleinere Einzelhandler häufig nur den Mindestlohn bieten.

    Zuschläge und Sonderzahlungen im Einzelhandel

    In tarifgebundenen Einzelhandelsbetrieben erhalten Verkaufer:

    Große Ketten bieten zusatzlich Mitarbeiterrabatte (5–20 % auf das Sortiment), betriebliche Altersvorsorge und teilweise Prämien für Zielerreichung. Diese Leistungen erscheinen nicht direkt im Stundenlohn, haben aber einen messbaren Wert. Trage Urlaubs- und Weihnachtsgeld unter "Erweiterte Optionen" ein, um den echten Stundenlohn inklusive Sonderzahlungen zu sehen.

    Teilzeit im Einzelhandel: Die Realitat

    Der Einzelhandel hat eine der höchsten Teilzeitquoten aller Branchen: Rund 55 % aller Beschäftigten arbeiten in Teilzeit. Das liegt an den Öffnungszeiten (Montag bis Samstag, teils bis 22 Uhr), die flexible Schichtplane erfordern.

    Der Stundenlohn in Teilzeit ist tariflich identisch mit dem Vollzeitstundenlohn. Allerdings gibt es versteckte Nachteile: Teilzeitkräfte erhalten anteilig weniger Weihnachtsgeld, haben geringere Aufstiegschancen und werden bei Schichtplanungen häufig in weniger zuschlagfahige Zeiten eingeteilt. Umgekehrt ist Teilzeit für viele Verkauferinnen und Verkaufer bewusst gewählt — die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist im Schichtbetrieb mit planbaren Zeiten gut möglich.

    Ein Szenariovergleich oben hilft, Vollzeit- und Teilzeit-Varianten mit realistischen Zuschlägen direkt zu vergleichen.

    Discounter vs. Fachhandel: Wo verdient man mehr?

    Die Gehaltsunterschiede zwischen den Einzelhandelssegmenten sind beachtlich:

    Haufige Fragen

    Wie viel verdient ein Verkaufer pro Stunde?

    Ein ausgebildeter Verkaufer im Einzelhandel verdient im Durchschnitt 13 bis 18 € brutto pro Stunde, je nach Bundesland, Branche und Berufserfahrung. Bei Discountern wie Aldi oder Lidl liegt der Einstieg bei rund 15–17 €/h, im Modehandel eher bei 13–14 €/h. Netto bleiben bei Steuerklasse I etwa 8 bis 11 € pro Stunde.

    Wie hoch ist der Stundenlohn als Verkaufer in Teilzeit?

    Der Stundenlohn in Teilzeit ist tariflich identisch mit dem Vollzeitstundenlohn — das Teilzeit- und Befristungsgesetz (§ 4 TzBfG) verbietet Diskriminierung. In der Praxis kann der Gesamtverdienst pro Stunde jedoch geringer sein, wenn Teilzeitkräfte seltener in zuschlagfahigen Zeiten (Spätdienst, Samstagnachmittag) eingesetzt werden.

    Welcher Tarifvertrag gilt für Verkaufer?

    Es gelten die regionalen Tarifvertrage des Einzelhandels, ausgehandelt zwischen HDE und ver.di. Die Tarifvertrage unterscheiden sich je nach Bundesland. Viele Einzelhandler sind nicht tarifgebunden — große Ketten wie Aldi, Lidl, dm und Edeka zahlen jedoch freiwillig tariflich oder über Tarif. Frage im Bewerbungsgesprach gezielt nach der Tarifbindung.

    Verdient man bei Aldi und Lidl wirklich mehr?

    Ja. Aldi und Lidl zahlen im Einzelhandel überdurchschnittlich: Der Einstieg liegt bei rund 15–17 €/h brutto, was deutlich über dem Branchenschnitt liegt. Dafur wird hohe Leistungsbereitschaft erwartet — wenige Mitarbeiter pro Schicht, hohe Kundenfrequenz, korperliche Belastung. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld kommen oben drauf. Im Szenariovergleich kannst du dein aktuelles Gehalt mit einem Discounter-Angebot vergleichen.

    Wie kann ich als Verkaufer aufsteigen?

    Die klassischen Karrierestufen: 1. Weiterbildung zum Einzelhandelskaufmann (hohere Tarifgruppe). 2. Erste Verkaufskraft / Abteilungsleitung. 3. Stellvertretende Filialleitung. 4. Filialleitung (3.200–4.500 €). 5. Bezirks-/Gebietsleitung (4.500–6.000 €). Alternativ: Spezialisierung im Visual Merchandising, Einkauf oder E-Commerce. Eine IHK-Weiterbildung zum Handelsfachwirt beschleunigt den Aufstieg deutlich.

    Werden verkaufsoffene Sonntage extra bezahlt?

    Ja. Arbeit an verkaufsoffenen Sonntagen wird mit einem Zuschlag von mindestens 100 % vergütet (Sonntagszuschlag, steuerfrei nach § 3b EStG bis 50 % des Grundlohns). Außerdem steht Beschäftigten für Sonntagsarbeit ein Ersatzruhetag innerhalb von 2 Wochen zu (§ 11 ArbZG). In der Praxis werden verkaufsoffene Sonntage oft mit Freizeitausgleich plus Zuschlag kombiniert.

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