Stundenlohn Altenpfleger
Durchschnittlich ~21 €/h brutto in Deutschland. Berechne deinen tatsächlichen Stundenlohn als Altenpflegerin oder Altenpfleger — mit Nachtschicht, Feiertagszuschlägen und TVöD-P.
Dein Stundenlohn
- Arbeitstage / Jahr
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- Arbeitsstunden / Jahr
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- Arbeitsstunden / Monat
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Vergleiche z. B. Vollzeit vs. Teilzeit, oder mit vs. ohne Schichtzulagen.
So haben wir gerechnet
Berechnungsschritte mit deinen Werten
Was verdient ein Altenpfleger pro Stunde?
Examinierte Altenpflegerinnen und Altenpfleger verdienen in Deutschland im Durchschnitt zwischen 3.000 und 3.900 € brutto pro Monat. Das entspricht einem Brutto-Stundenlohn von etwa 19 bis 24 €, abhängig von Bundesland, Berufserfahrung und Träger. Der Median liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei rund 3.400 € monatlich.
Im Vergleich der Bundesländer zeigen sich deutliche Unterschiede: In Baden-Württemberg und Bayern liegen die Gehälter am oberen Rand, während in den ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen oder Thüringen bis zu 15 % weniger gezahlt wird. Allerdings gleichen sich die Gehälter im öffentlichen Dienst (TVöD) bundesweit zunehmend an.
Die Gehaltsentwicklung nach Berufserfahrung ist klar gestaffelt:
- Berufseinsteiger (0–2 Jahre): ca. 2.900–3.100 € brutto (TVöD P7, Stufe 2)
- Mit 5 Jahren Erfahrung: ca. 3.400–3.600 € brutto (TVöD P7, Stufe 4)
- Führungskraft / Wohnbereichsleitung: ca. 3.800–4.300 € brutto (TVöD P8–P9)
Quelle: Durchschnittswerte laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2025/2026.
Tarifvertrag für Altenpfleger: TVöD-P
Die meisten Altenpfleger im öffentlichen Dienst werden nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst — Pflege (TVöD-P) bezahlt. Examinierte Pflegekräfte starten in der Entgeltgruppe P7, mit Spezialisierung oder Leitungsfunktion in P8 oder P9. Die Eingruppierung erfolgt nach Qualifikation, die Stufensteigerung nach Berufserfahrung — alle 2 bis 5 Jahre eine Stufe höher.
Private Träger und Wohlfahrtsverbände (Caritas, Diakonie, AWO) haben eigene Tarifwerke, die sich am TVöD orientieren, aber im Detail abweichen können. Seit der Tariftreueregelung (Pflegemindestlohnverordnung) muss jedoch jeder Träger mindestens tarifähnlich bezahlen, um von den Pflegekassen refinanziert zu werden.
Typische Zuschläge in der Altenpflege
In der Pflege sind Schicht- und Wochenenddienste Standard. Der TVöD-P regelt folgende Zuschläge:
- Nachtarbeit (20–6 Uhr): 20–25 % auf den Stundenlohn, steuerfrei bis 25 %
- Sonntagsarbeit: 25 % Zuschlag, steuerfrei bis 50 % des Grundlohns
- Feiertagsarbeit: 35 % Zuschlag (Weihnachten/1. Mai bis 150 % steuerfrei)
- Samstagsarbeit (13–21 Uhr): 0,64 €/Stunde (TVöD-P)
- Wechselschichtzulage: ca. 105 €/Monat bei ständiger Wechselschicht
Bei einer typischen Pflegekraft mit regelmäßiger Nacht- und Wochenendarbeit können die Zuschläge das Jahresbrutto um 2.000 bis 5.000 € erhöhen. Nutze die erweiterten Optionen im Rechner, um deine persönlichen Schichtzulagen einzutragen.
Zusatzleistungen neben dem Grundgehalt
Im öffentlichen Dienst erhalten Altenpfleger eine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) in Höhe von rund 80 % eines Monatsgehalts. Hinzu kommen:
- Pflegezulage: ca. 46 €/Monat (TVöD-P)
- Vermögenswirksame Leistungen: bis 6,65 €/Monat
- Betriebliche Altersvorsorge (VBL): Arbeitgeberanteil ca. 6,45 %
- Leistungsprämien: bis zu 17 % eines Monatsgehalts möglich
Trage die Jahressonderzahlung unter „Erweiterte Optionen → 13. Gehalt / Weihnachtsgeld“ ein, um den Effekt auf deinen tatsächlichen Stundenlohn zu sehen.
Häufige Fragen
Wie viel verdient ein Altenpfleger pro Stunde?
Ein examinierter Altenpfleger verdient im Durchschnitt 19 bis 24 € brutto pro Stunde, je nach Bundesland, Träger und Berufserfahrung. Im TVöD-P liegt der mittlere Stundenlohn bei rund 21 € brutto. Netto bleiben bei Steuerklasse I etwa 12 bis 14 € pro Stunde.
Wie hoch ist der Stundenlohn als Altenpfleger in Teilzeit?
Der Stundenlohn in Teilzeit ist im TVöD-P identisch mit dem Vollzeit-Stundenlohn — das Teilzeit- und Befristungsgesetz (§ 4 TzBfG) verbietet Diskriminierung. Allerdings entfallen bei reduzierter Arbeitszeit proportional weniger Zuschlagstunden (Nacht, Wochenende), wodurch der effektive Gesamtverdienst pro Stunde sinken kann.
Welcher Tarifvertrag gilt für Altenpfleger?
Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD-P (Pflege). Kirchliche Träger nutzen die AVR Caritas bzw. AVR Diakonie. Private Träger haben häufig Haustarifverträge oder lehnen sich an den TVöD an. Seit 2022 müssen alle Träger mindestens tarifähnlich zahlen, um von den Pflegekassen zugelassen zu werden.
Sind Nachtzuschläge in der Altenpflege steuerfrei?
Ja, Nachtarbeitszuschläge sind für Arbeit zwischen 20 und 6 Uhr steuerfrei, sofern sie 25 % des Grundlohns nicht überschreiten (§ 3b EStG). Für Arbeit zwischen 0 und 4 Uhr gilt sogar ein Freibetrag von 40 %. Sozialversicherungsbeiträge fallen auf die Zuschläge dennoch an, sofern der Grundlohn über 25 €/h liegt.
Lohnt sich Zeitarbeit in der Altenpflege finanziell?
Zeitarbeitskräfte in der Pflege verdienen oft 20–30 % mehr Brutto-Stundenlohn als festangestellte Kollegen (häufig 24–28 €/h). Allerdings entfallen Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge und Stufensteigerungen. Langfristig gleicht sich der Vorteil oft aus. Ein Szenariovergleich oben hilft, beide Varianten gegenüberzustellen.
Wie entwickelt sich das Gehalt mit Weiterbildung?
Mit einer Weiterbildung zur Praxisanleitung, Wohnbereichsleitung oder zum Pflegedienstleiter steigt das Gehalt deutlich. Praxisanleiter erhalten im TVöD-P eine Zulage von ca. 70 €/Monat. Wohnbereichsleitungen werden in P8–P9 eingruppiert (ca. 3.800–4.300 €), Pflegedienstleitungen können über 4.500 € verdienen.